Partnergemeinde Meckenheim

Wappen von Meckenheim

Wappen von Meckenheim

2017 das Jubiläumsjahr zwischen Grabenstätt und Meckenheim

Am 8. April 2017 fährt eine Abordnung des Blasorchesters Meckenheim zum Frühjahrskonzert der Grabenstätter Musikkapelle.

Zum 125-jährigen Gründungsfest der Grabenstätter Musikkapelle und dem Bezirksmusikfest fährt das Meckenheimer Blasorchester begleitet von einigen „Nicht-Musikanten“ aus Meckenheim nach Grabenstätt zu den Festtagen. Nach einigen Veranstaltungen beteiligt sich am Festsamstag dann das Blasorchester Meckenheim beim imposanten Sternmarsch zum Marktplatz Grabenstätt und anschließendem feierlichem Festakt. Unter den über 2.500 Musikanten am Festsonntag mit Festzug findet man nicht nur die etwa 50 Musikkapellen aus der Nachbarschaft und Umgebung, sondern auch aus der Partnergemeinde Meckenheim. Diese erweisen der Grabenstätter Musikkapelle die Ehre und feiern das großartige Jubiläum.

Dreitägiges Fest zum 50-jährigen Bestehen der Freundschaft zwischen Grabenstätt und der Pfälzer Ortsgemeinde Meckenheim – Buntes Programm beim großen Festabend

Seit einem halben Jahrhundert besteht mittlerweile die enge Verbindung zwischen Grabenstätt und der Pfälzer Ortsgemeinde Meckenheim, respektive deren Vereinen, und dieses Jubiläum wurde nun drei Tage lang mit einem großen Freundschaftsfest begangen. Nach dem Begrüßungsabend am vergangenen Freitag in der Turn- und Mehrzweckhalle gab es dort am Samstag einen Festabend mit einem gemeinsam gestalteten bunten Programm. Am Sonntag folgte dann noch der Festgottesdienst, den Pater Augustin aufgrund des schlechten Wetters nicht im Schlosspark, sondern in der Pfarrkirche zelebrierte. Ein sonntäglicher Frühschoppen und gemeinsame Unternehmungen rundeten die drei wunderbaren Festtage ab.

Höhepunkt war der stimmungsvolle und abwechslungsreiche Festabend mit über 400 Besuchern und Mitwirkenden, darunter rund 150 aus Meckenheim. Für große Augen sorgte dort die musikalische Flugshow des „Wetten dass!!“-erfahrenen Meckenheimers Dietmar Metz, bei der ein Modellflieger mit einem Freundschaftsbanner Meckenheim-Grabenstätt seine Runden über den Festgästen drehte und eine Hexe und ein Fisch ihre Flugkünste unter Beweis stellten. „Köpfe einziehen“ hieß es auch beim Auftritt der Goaßlschnalzer des GTEV „Chiemgauer“ Grabenstätt. Und natürlich durften die Aktiven des Trachtenvereins das machen, was sie am liebsten tun – platteln und tanzen. Erinnerungen an den vergangenen Fasching wachgerufen wurden beim umjubelten „Manege frei“-Showprogramm der Grabenstätter Faschingsgarde um Trainerin Andrea Zaiser. Eine perfekte Heim-Premiere feierte indes das derzeit beste deutsche Boogie-Woogie-Tanzpaar der Senior Class, Angela Lex aus Grabenstätt und Christian Wagner aus Straubing von den Dancin´ Shoes Trostberg.

Musikalisch gestaltet wurde der Festabend vom Gesangsverein Meckenheim unter der Leitung von Achim Scheuermann, dem Blasorchester Meckenheim um Dirigentin Isabel González Villar, der Musikkapelle Grabenstätt unter der Leitung von Christian Bergmann, dem Männerchor Grabenstätt unter der Leitung von Martin Lex und von der Bergmoos Musi um Lukas Wimmer (Ziach), Katharina Wiesholler (Harfe) und Tobias Mühlbacher (Kontrabass). Hintergründig, unterhaltsam und humorvoll durch den kurzweiligen Abend führte Sprecher Gustl Lex in Chiemgauer Mundart – einen Übersetzer brauchte es nicht, denn die Gäste aus der Pfalz hatten ihre Bairisch-Kenntnisse im Zuge der vielen gegenseitigen Besuche stetig verbessert. Der Kulturaustausch und die Freundschaftsbande wurden über die Jahre immer weiter vertieft und 2006 gab es sogar eine Hochzeit – Hansi Stefanutti aus Grabenstätt und Kerstin Fluhry aus Meckenheim gaben sich das Jawort. Die damalige Braut und auch deren Eltern sind nun schon seit vielen Jahren mit Leib und Seele Grabenstätter.

Lauter strahlende Gesichter gab es bei den Geschenkübergaben. Die Meckenheim-Delegation um deren Ortsbürgermeister Heiner Dopp, den Vorsitzenden des Arbeitskreises der Ortsvereine Rainer Heim und dessen Stellvertreter Gerhard Seiberth erhielten von der Gemeinde Grabenstätt ein Bild von der Johanneskirche und von den Grabenstätter Ortsvereinen einen Wappenteller. Die Grabenstätter durften sich über einen großen Weinstock freuen, der heuer bereits Früchte getragen hatte. „2018 reichen sie bestimmt schon für drei Personen“, ließen die Meckenheimer spaßig verlauten und Bürgermeister Georg Schützinger meinte: „Jetzt müsst ihr jedes Jahr zum Zuschneiden kommen, denn das können wir nicht“. Ein besonderer Dank galt den Grabenstättern Marie-Luise Richter und Karl Lübberstedt, die mit ihren Familien seit jeher tragende Säulen der Freundschaft zwischen den Gemeinden sind.

Die perfekte Organisation der Jubiläumsfeierlichkeiten und die zusammen erstellte mit vielen Fotos, gemeinsamen Erlebnissen und Erinnerungen versehene knapp 70-seitige Festschrift zeigten auch, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert. Begonnen hatte alles 1967, als die Trachtengruppe (Burschenverein) Grabenstätt einen Vereinsausflug plante. Wie es der Zufall wollte, führte dieser nach Meckenheim und als Dankeschön für die Gastfreundschaft gestalteten die Grabenstäter dort am 7. Oktober 1967 einen bayerischen Abend – dies war das Schlüsselerlebnis für den Beginn der langen Freundschaft der Ortsvereine beider Gemeinden.

„Für die Zukunft wünsche ich uns, dass die seit 50 Jahren bestehenden freundschaftlichen Beziehungen bestehen bleiben und dass wir die Möglichkeit finden, sie noch weiter auszubauen, zur Freude unserer Mitbürger aus Meckenheim und Grabenstätt“, so Schützinger. Schöner als mit den gemeinsam intonierten Stücken des Meckenheimer Blasorchesters und der Grabenstätter Musikkapelle hätte der Festabend am Ende nicht ausklingen können.

Gesamtfazit und Ausblick der langjährigen Freundschaft

Aus der langjährigen „Gemeindefreundschaft“ sind nun mittlerweile auch echte private Freundschaften entstanden, die von Hochzeit bis hin zu Patenschaften reichen.

Seit 1985 pflegen die Familien Bierl und Seiberth eine Freundschaft so intensiv dass sie sich im Jahr oft 2 bis 3 Mal sehen. Vor allem sorgte die Familie Bierl in diesen langen Jahren immer für die Familie Seiberth für einen schönen Aufenthalt. Das ist auch der Grund, warum Gerhard Seiberth seit dieser Zeit, jedes Fest ob in Grabenstätt oder in Meckenheim organisatorisch stark unterstützt.

Sowohl vom Blasorchester als auch von der Feuerwehr Meckenheim haben viele den Ort Grabenstätt als Urlaubsort entdeckt und auch viele andere Meckenheimer ließen sich schon vom Reisefieber nach Grabenstätt anstecken und verbringen die schönste Zeit des Jahres – den Urlaub – in Grabenstätt.

Ein großer Anziehungsmagnet ist auch das alljährliche Frühjahrskonzert der Grabenstätter Musikkapelle. Es freut den Musikverein Grabenstätt sehr, dass das Konzert von so vielen Meckenheimer Zuhörern besucht wird und das schon über Jahrzehnte.

Auch die Grabenstätter fahren gerne in das Weindorf Meckenheim und man sagt sich: „Die Grabenstätter, die bei diversen Feierlichkeiten in Meckenheim weilen, haben generell nach Festlichkeiten Schwierigkeiten, das „Nacht- bzw. Morgenquartier“ zu finden, denn die Hoftore in Meckenheim sehen in der Nacht alle gleich aus!“

Dass die Verbindung zwischen Meckenheim und Grabenstätt hervorragend funktioniert und vor allen Dingen auch gepflegt wird, sieht man bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen. Immer wieder besuchen sich Bürger und Bürgerinnen untereinander. Verbringen ein Wochenende bei Freunden in Meckenheim oder in Grabenstätt und tragen somit zum Erhalt und Fortbestehen der Freundschaft bei. Auch die tatkräftige Unterstützung bei Festen im gegenseitigen Wechsel klappt hervorragend. Und da die Grabenstätter, den leckeren Wein der Meckenheimer so schätzen, wird dieser bei jeder Gelegenheit angeboten und natürlich verkostet. Sei es bei den Märkten am Marktplatz, bei den Weinfesten im Schlosshof Grabenstätt oder bei großen Ereignissen und Jubiläen. Im Gegenzug ist das Bier der Chiemgauer Brauereien in Meckenheim sehr beliebt und für Gastgeschenke prädestiniert.

Hatte man 1967 gehofft, dass die Freundschaft lange andauert, so kann man heute mit Sicherheit sagen: Die Freundschaft hatte 50 Jahre Bestand und wird mit Sicherheit noch viele Jahre fortbestehen!